Was kostet der Immobilienverkauf?
Beim Immobilienverkauf denken die meisten an den Erlös – nicht an die Kosten, die auf der Verkäuferseite anfallen. Die sind zwar deutlich niedriger als beim Käufer, aber sie summieren sich. Wer sie vorher kennt, kalkuliert seinen Nettoerlös realistisch und wird beim Notartermin nicht überrascht. Hier finden Sie alle Positionen im Überblick.
Energieausweis
Der Energieausweis ist gesetzlich Pflicht und muss spätestens zur Besichtigung vorliegen. Ein Verbrauchsausweis ist günstiger, ein Bedarfsausweis aufwendiger und teurer. Die Kosten trägt der Verkäufer. Wir organisieren den passenden Ausweis über einen Fachbetrieb.
Löschung von Grundschulden (Notar & Grundbuch)
Steht in Ihrem Grundbuch noch eine Grundschuld Ihrer Bank, muss diese in der Regel gelöscht werden, damit der Käufer lastenfrei erwirbt. Für Löschungsbewilligung, notarielle Beglaubigung und Grundbuchamt fallen Gebühren an, die sich nach der Höhe der eingetragenen Grundschuld richten und vom Verkäufer getragen werden.
Vorfälligkeitsentschädigung
Lösen Sie ein laufendes Darlehen vorzeitig ab, verlangt die Bank meist eine Vorfälligkeitsentschädigung. Je nach Restschuld und Restlaufzeit kann das ein erheblicher Posten sein – wir haben dem eine eigene Seite gewidmet.
Maklerprovision
Beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher wird die Provision seit 2020 mindestens hälftig geteilt. Bei uns fällt sie nur im Erfolgsfall an und wird vorab transparent vereinbart. Ihren Anteil ziehen Sie vom Erlös ab.
Beschaffung fehlender Unterlagen
Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Flurkarte, Wohnflächenberechnung oder Protokolle der Eigentümerversammlung verursachen kleinere Gebühren bei Ämtern und Verwaltung. Einzeln gering, in Summe spürbar – wir beschaffen sie mit Vollmacht für Sie.
Mögliche Steuer
Verkaufen Sie mit Gewinn innerhalb der 10-Jahres-Frist ohne Eigennutzung, kann Spekulationssteuer anfallen. Das ist keine Verkaufsnebenkosten im engeren Sinn, gehört aber zwingend in die Gesamtkalkulation. Details erklärt unsere Seite zur Spekulationssteuer.
Ihr Nettoerlös auf einen Blick
Vom Verkaufspreis ziehen Sie ab: Restschuld des Darlehens, Vorfälligkeitsentschädigung, Löschungskosten, Energieausweis, Unterlagenbeschaffung, Ihren Makleranteil und eine etwaige Steuer. Was übrig bleibt, ist Ihr tatsächlicher Nettoerlös. Genau diese Rechnung stellen wir vor dem Verkauf mit Ihnen auf.
Vermeiden
Fehler bei der Kostenkalkulation
Nur an den Bruttopreis denken
Der Verkaufspreis ist nicht der Betrag, der bei Ihnen ankommt. Ohne Abzug von Restschuld, Kosten und Steuer verschätzt man sich schnell.
Löschungskosten vergessen
Die Löschung alter Grundschulden verursacht Notar- und Grundbuchgebühren, die viele Verkäufer nicht auf dem Schirm haben.
Energieausweis zu spät bestellen
Fehlt der Ausweis zur Besichtigung, drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch verlorene Zeit im Verkaufsprozess.
Steuer ignorieren
Wer die Spekulationssteuer nicht einplant, erlebt bei der Steuererklärung eine böse Überraschung.
Häufige Fragen
Klarheit vor dem Verkauf
Wir rechnen Ihren Nettoerlös aus.
Sie erhalten eine transparente Aufstellung aller Kosten, bevor Sie sich für den Verkauf entscheiden.